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Allgemeine Zucht

Dissidenzzucht vs. Offizielle Zuchtverbände, was ist was und warum?

Zuchtzulassung ist kein Automatismus

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Der Magyar Vizsla ist eine jagdliche Gebrauchshunderasse mit klar definiertem Rassestandard. Eine verantwortungsvolle Zucht setzt voraus, dass Hunde nicht nur beurteilt, sondern im offenen Vergleich wiederholt bewertet werden.

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Im System des VDH/FCI basiert die Zuchtzulassung nicht auf einer einzelnen Momentaufnahme. Hunde werden auf Ausstellungen von unabhängigen nationalen und internationalen Richtern beurteilt und stehen dabei im direkten Vergleich mit anderen Vertretern ihrer Rasse.

Auch wenn die formalen Mindestanforderungen je nach Rasseverein variieren, zeigt erst die mehrfache Beurteilung durch unterschiedliche Richter, ob ein Hund seine Qualität konstant bestätigt. Ein einmaliges Ausstellungsergebnis sagt wenig über die langfristige Zuchteignung aus.

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Genau dieser Vergleich fehlt in vielen Dissidenzvereinen.

Dort genügt häufig:

  • eine einzige Ausstellung

  • ein einzelner vereinsinterner Richter

  • ein einmaliges „V“ und der Hund erhält bereits eine lebenslange Zuchtzulassung, ergänzt durch eine Wesensprüfung. Im VUV nennt man das phänotypisieren. 

Eine dauerhafte Kontrolle, wiederholte Überprüfung oder der Entzug der Zuchtzulassung bei Nichtnutzung, fehlender Zuchteignung oder praktischen Problemen (z. B. Deckunfähigkeit, fehlende Zuchtverwendung) ist in diesen Systemen oft nicht vorgesehen. So findet man immer wieder Züchter die dies nur auf dem Papier sind und es auch bleiben.

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Objektivität entsteht nicht im Alleingang

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Zuchtwarte in Vereinen arbeiten nicht grundsätzlich „falsch“ aber Objektivität entsteht nicht durch Einzelmeinungen, sondern durch:

  • wiederholte Beurteilungen

  • unterschiedliche Richter

  • nationale und internationale Vergleichsmaßstäbe

  • langfristige Beobachtung der Hunde über Jahre hinweg

Ein Hund, der im VDH mehrfach im Ring steht, wird immer wieder neu bewertet.
Ein Hund, der einmal vermessen und angesehen wird, wird nicht geprüft, er wird abgenommen.

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Mein Anspruch an Zucht

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Auch ich habe gelernt mit den Jahren und Jahrzehnten. Erfahrung verändert den Blick. Ich möchte weiterhin Hunde in der Zucht, deren Qualität nicht behauptet, sondern belegt ist.
Deshalb führe ich meine Hunde auf VDH-Ausstellungen und stelle sie bewusst dem Vergleich. Nicht einmal, sondern immer wieder.

Zuchtzulassung darf kein lebenslang gültiger Freifahrtschein sein.
Sie ist ein Werkzeug zur Qualitätssicherung und sollte genau so behandelt werden.

 

Genetische Vielfalt ein strukturelles Thema

In streng reglementierten Zuchtverbänden wie dem VUV unter dem VDH ist der Zuchtpool naturgemäß begrenzt.
Nicht, weil es an Qualität mangelt  sondern weil:

  • nur eine vergleichsweise kleine Anzahl an Zuchttieren zur Verfügung steht

  • Verpaarungen häufig innerhalb des Inlands stattfinden

  • nicht jeder Züchter zeitlich, finanziell oder organisatorisch in der Lage ist, für passende Verpaarungen ins Ausland zu reisen

Das führt dazu, dass bestimmte Linien, Hündinnen oder Deckrüden wiederholt eingesetzt werden, was langfristig die genetische Breite einschränken kann.

Dissidenzvereine größere Bewegungsfreiheit

Unabhängige Zuchtvereine bieten hier strukturell mehr Flexibilität:

  • Verpaarungen können u.U. flexibler geplant werden

  • Auslandseinsätze und weite Anfahrten sind problemlos möglich

  • Linien können gezielt kombiniert werden, um neues Blut einzubringen

Genau diese Bewegungsfreiheit ist es, die wir mit
genetischer Vielfalt, Flexibilität und – richtig eingesetzt – auch ethischer Verantwortung meinen.

Freiheit braucht Maßstäbe

Mehr Freiheit bedeutet jedoch nicht weniger Anspruch im Gegenteil.

Je offener ein System ist, desto wichtiger sind:

  • transparente Gesundheitsuntersuchungen

  • nachvollziehbare Ahnentafeln

  • ehrliche Dokumentation

  • und ein hoher eigener Qualitätsanspruch bei der Zuchtzulassung

Dissidenzvereine sind nicht per se schlechter 
sie stehen und fallen mit der Seriosität der handelnden Züchter und Zuchtwarte.

Unsere Haltung

Wer vereinsgebunden und verantwortungsvoll züchten möchte, muss sich heute realistisch mit verschiedenen Strukturen auseinandersetzen.
Nicht immer ist der Weg über den VDH möglich oder praktikabel.

Entscheidend ist nicht das Label, sondern:

  • wie sorgfältig geprüft wird

  • wie offen mit Stärken und Schwächen umgegangen wird

  • und ob das Wohl der Hunde über organisatorischen Bequemlichkeiten steht

Mit FCI-anerkannten Papieren, internationaler Offenheit und klaren Qualitätsmaßstäben steht uns der gesamte europäische Zuchtraum offen und genau das verstehen wir als Chance für nachhaltige, gesunde Zucht.

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